Mein Weg

Zu Fuß und mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg – ein Tagebuch

Teil 3: Das Galizische Finale

Zu Beginn der Pilgerschaft erschien mir die zu bewältigende Distanz unendlich weit und über die Zeit, die ich dafür brauchen würde, wagte ich noch nicht einmal eine Schätzung. Jetzt mit dem letzten großen Anstieg und dem Übergang in die Region Galizien, wird langsam zur Gewissheit, dass sich meine Reise dem Ende nähert.

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Zu Fuß und mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg – ein Tagebuch

Teil 2: Durch die kastilische Hochebene, die „Meseta“

Nach dem hektischen Treiben in Burgos sehne ich mich wieder nach etwas mehr Ruhe. Da passt es wunderbar, dass mich nur wenige Kilometer von der Stadtgrenze entfernt, die Meseta erwartet. Einhundertachtzig Kilometer bis nach León nur nahezu baumlose, karge Ödnis. Der Charme der kastilischen Hochebene ist eher speziell und erschließt sich nicht jedem. Ich will mich aber darauf einlassen.

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Mein Weg

Zu Fuß und mit dem Fahrrad auf dem Jakobswegein Tagebuch

Teil 1: Über die Pyrenäen, durch Navarra und Rioja bis nach Burgos

Noch etwas unschlüssig stehe ich im Pilgerbüro von Saint-Jean-Pied-de-Port. In der Warteschlange schiebt mich eine Gruppe Koreaner unaufhaltsam vorwärts. Will ich mir das wirklich antun? Achthundert Kilometer zu Fuß und mit dem Fahrrad, quer durch Nordspanien, bis zum Pilgermekka in Santiago de Compostela. Gleich zu Beginn des „Camino Frances“ geht es bereits richtig zur Sache. Die 1.400 Höhenmeter der Pyrenäen-Etappe filtern gnadenlos diejenigen aus, denen es nicht wirklich ernst ist. Aber auch danach will der 1000-jährige Weg nicht mit dir kuscheln. „Auf dem Jakobsweg wird jeder einmal weinen“, heißt es. Zur Vorbereitung habe ich viel über den Weg und das Pilgern gelesen. Eigentlich fühle ich mich gut vorbereitet und körperlich ausreichend fit. Und dennoch habe ich ein mulmiges Gefühl. „Votre Nationalité?“ – Die Frage nach meiner Herkunft holt mich zurück in die Realität des Pilgerbüros. Wenig später drücke ich eigenhändig den ersten Stempel in meinen „Credencial“. Der Pilgerpass wird die Stationen meiner Reise dokumentieren und er berechtigt zur kostengünstigen Übernachtung in den Herbergen entlang des Jakobswegs. Jetzt gibt es wohl kein Zurück mehr.

Vermutlich wird die Frage aufkommen, welches „Mobilitätskonzept“ ich für meine Pilgerschaft gewählt habe. Nun, meine Idee ist, die einzelnen Etappen an meinem Reisemobil zu beginnen und auch wieder dorthin zurückzukehren. Ausgehend von der üblichen einfachen Wegstrecke von 20 bis 30 Kilometer wäre das mit dem  Fahrrad gut zu bewältigen. Als Wanderpilger müsste ich für den Rückweg Bus oder Bahn nutzen. Das ist der Plan. Ob´s funktioniert wird sich zeigen.

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Unternehmen Reißverschluss

Mit dem Fahrrad entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Teil 2: Vom Harz bis zum Dreiländereck Bayern-Sachsen-Böhmen

Es ist eine schlimme Hinterlassenschaft des erloschenen Arbeiter- und Bauernstaates. Sie misst etwa siebzig mal zweihundertachtzig Zentimeter, ist aus Beton und lässt sich längs in Doppelreihen oder quer verbauen. Es sind diese Gittersteine, die das DDR Regime zu Abertausenden in den Boden versenken ließ, damit die Grenztruppen eine lückenlose Überwachung sicherstellen könnten. Nur Fahrradfahren kann man auf diesen buckligen Pisten nicht wirklich. Die Schläge werden von den Reifen ungefiltert bis ins Knochenmark übertragen. Aber auch zu Fuß sind diese Wege eine Herausforderung. Viele der Platten sind abgesackt, teilweise überwachsen und die Zwischenräume ausgewaschen. Dabei entstehen tückische Stolperfallen, die eine volle Konzentration erfordern. Wann immer ich die Landschaft und insbesondere die ungezügelte Natur im Grünen Band genießen möchte, muss ich stehenbleiben. Ich bin unterwegs auf dem zweiten Teil meiner Tour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

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Im Rotwein-Ländle

Ein Ausflug in Deutschlands größte Rotweinlandschaft

Der Mensch vergisst die Sorgen aus dem Geiste, der Frühling aber blüht, und prächtig ist das meiste,

So beginnt Friedrich Hölderlin (1770 – 1843) eines seiner Frühlingsgedichte. Ob der Dichter dabei seine Heimat, das Zabergäu, im Blick hatte, ist nicht überliefert.

Wir wollen das erste schöne Wochenende in diesem Jahr als Auftakt zur diesjährigen Reisemobilsaison nutzen und die „Schwäbische Toskana“ besuchen.

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„Robinson-Feeling“ an der Silberküste

Die endlosen Sandstrände an der französischen Côte d´Argent

Gibt es in unseren Breiten noch menschenleere Küsten? Strände, an denen kilometerlange Spaziergänge ein Genuss sind, ohne den sonst üblichen Slalom zwischen Sandburgen und Liegestühlen. Wo sich die Sinne nur an der salzigen Luft, dem Rauschen der Meeresbrandung und dem fernen Horizont ausrichten können. Wo nur eine Muschel, ein Stück Treibholz oder eine flüchtende Krabbe um Aufmerksamkeit buhlt. Gibt es all das in erfahrbarer Nähe oder lässt sich dieser Traum nur noch auf fernen Kontinenten realisieren? Eher skeptisch als zuversichtlich machen wir uns auf die Suche.

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Von großen Katzen und einem weißen Ort

Mit dem Camper durch Namibia, 3. Teil

Entlang der namibischen Atlantikküste zeugen hunderte Schiffswracks von Havarien, die undurchdringlicher Nebel, starke Strömungen und tückische Untiefen verursacht haben. Das bislang jüngste Opfer, der japanische Fischtrawler „Fukuseki“, strandete erst im März 2018. In der Vergangenheit waren viele der Schiffbrüchigen, die es noch bis an das rettende Ufer geschafft hatten, in diesem lebensfeindlichen Küstenabschnitt dennoch dem Tod geweiht. Heute sind die Überlebenschancen ungleich besser, aber ganz ohne Risiko ist die Fahrt entlang der Skelettküste immer noch nicht. In der völlig vegetationslosen Einöde ist es sehr einsam. Bei einer Panne muss man lange auf Hilfe warten.

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