Unternehmen Reißverschluss

Mit dem Fahrrad entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Teil 2: Vom Harz bis zum Dreiländereck Bayern-Sachsen-Böhmen

Es ist eine schlimme Hinterlassenschaft des erloschenen Arbeiter- und Bauernstaates. Sie misst etwa siebzig mal zweihundertachtzig Zentimeter, ist aus Beton und lässt sich längs in Doppelreihen oder quer verbauen. Es sind diese Gittersteine, die das DDR Regime zu Abertausenden in den Boden versenken ließ, damit die Grenztruppen eine lückenlose Überwachung sicherstellen könnten. Nur Fahrradfahren kann man auf diesen buckligen Pisten nicht wirklich. Die Schläge werden von den Reifen ungefiltert bis ins Knochenmark übertragen. Aber auch zu Fuß sind diese Wege eine Herausforderung. Viele der Platten sind abgesackt, teilweise überwachsen und die Zwischenräume ausgewaschen. Dabei entstehen tückische Stolperfallen, die eine volle Konzentration erfordern. Wann immer ich die Landschaft und insbesondere die ungezügelte Natur im Grünen Band genießen möchte, muss ich stehenbleiben. Ich bin unterwegs auf dem zweiten Teil meiner Tour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

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Im Rotwein-Ländle

Ein Ausflug in Deutschlands größte Rotweinlandschaft

Der Mensch vergisst die Sorgen aus dem Geiste, der Frühling aber blüht, und prächtig ist das meiste,

So beginnt Friedrich Hölderlin (1770 – 1843) eines seiner Frühlingsgedichte. Ob der Dichter dabei seine Heimat, das Zabergäu, im Blick hatte, ist nicht überliefert.

Wir wollen das erste schöne Wochenende in diesem Jahr als Auftakt zur diesjährigen Reisemobilsaison nutzen und die „Schwäbische Toskana“ besuchen.

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„Robinson-Feeling“ an der Silberküste

Die endlosen Sandstrände an der französischen Côte d´Argent

Gibt es in unseren Breiten noch menschenleere Küsten? Strände, an denen kilometerlange Spaziergänge ein Genuss sind, ohne den sonst üblichen Slalom zwischen Sandburgen und Liegestühlen. Wo sich die Sinne nur an der salzigen Luft, dem Rauschen der Meeresbrandung und dem fernen Horizont ausrichten können. Wo nur eine Muschel, ein Stück Treibholz oder eine flüchtende Krabbe um Aufmerksamkeit buhlt. Gibt es all das in erfahrbarer Nähe oder lässt sich dieser Traum nur noch auf fernen Kontinenten realisieren? Eher skeptisch als zuversichtlich machen wir uns auf die Suche.

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Von großen Katzen und einem weißen Ort

Mit dem Camper durch Namibia, 3. Teil

Entlang der namibischen Atlantikküste zeugen hunderte Schiffswracks von Havarien, die undurchdringlicher Nebel, starke Strömungen und tückische Untiefen verursacht haben. Das bislang jüngste Opfer, der japanische Fischtrawler „Fukuseki“, strandete erst im März 2018. In der Vergangenheit waren viele der Schiffbrüchigen, die es noch bis an das rettende Ufer geschafft hatten, in diesem lebensfeindlichen Küstenabschnitt dennoch dem Tod geweiht. Heute sind die Überlebenschancen ungleich besser, aber ganz ohne Risiko ist die Fahrt entlang der Skelettküste immer noch nicht. In der völlig vegetationslosen Einöde ist es sehr einsam. Bei einer Panne muss man lange auf Hilfe warten.

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Im Tal der Nüsse

Mit dem Camper entlang der Dordogne

Perigord, Dordogne, Auvergne, Zentralmassiv – all diese klangvollen Namen waren mir wohl bekannt. Weit weniger wusste ich über deren räumliche Lage oder politische Zuordnung. Ein kleiner geografischer Exkurs hilft bei der Orientierung.

Ziemlich in der Mitte Frankreichs liegt die ehemalige Region Auvergne (heute Auvergne-Rhône-Alpes) mit den alles überragenden Gipfeln des vulkanischen Zentralmassiv. Fans der Comic-Helden „Asterix und Obelix“ dürfte die Region bekannt sein, hat doch hier der berühmte Gallier-Fürst Vercingetorix auf dem Schlachtfeld von Gergovia (bei Clermont-Ferrand), den römischen Eroberern unter Gajus Julius Cäsars, erfolgreich Widerstand geleistet. Zahlreiche Flüsse graben sich unterhalb der Vulkane ans Tageslicht. Der Prominenteste unter ihnen ist sicherlich die Loire, die sich von hier aus auf ihre lange Reise in Richtung Norden macht. Wir hingegen begleiten die kleinere Dordogne auf windungsreichen 500 Kilometern durch schroffe Gebirge, liebliche Landschaften und vorbei an mittelalterlichen Städtchen, bis zu ihrer Mündung nahe Bordeaux.

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