Nachwuchsarbeit

Die übernächste Camper-Generation wächst heran

Der kleine Paul reißt die Augen weit auf: „Wir schlafen heute nacht hier?“ Das hatten wir wenige Stunden zuvor mit ihm besprochen, aber vermutlich hat er nur so lange zugehört, bis das Wort „Spielplatz“ gefallen war. Nach dieser für ihn wesentlichen Information ist die Aufmerksamkeit des Vierjährigen wohl deutlich erlahmt.

Jetzt sitzt Paul in seinem Star-Wars-Schlafanzug auf dem Heckbett unseres Campervan und ich vermag seinen Blick nicht wirklich zu deuten. Ist es Skepsis oder überwiegt doch die Neugier auf ein neues Abenteuer. Bisher war er mit uns nur auf Tagesausflügen unterwegs. Doch heute soll unser Enkel das volle Programm – inklusive einer Übernachtung – erleben dürfen.

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Toujours Provence

Erinnerungen an eine Zeit des unbeschwerten Reisens

Zugegeben, der Titel ist einem Roman des englischen Schriftstellers Peter Mayle entliehen. Knapper kann ich meine Verbundenheit mit dieser südfranzösischen Landschaft auch nicht zum Ausdruck bringen. Viele Male waren wir schon hier und entdecken doch immer wieder Neues. Bei unserer vorerst letzten Frankreichreise hatten wir eigentlich das Departement Pyrénées Orientales im Blick. Wir wollten die Pyrenäen vom Mittelmeer bis zum Fürstentum Andorra erkunden. Aber daraus wurde nichts. Wir sind – mal wieder – in der Provence hängengeblieben.

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Mehr Autarkie wagen

Einbau einer Trockentrenntoilette

Der Traum von der grenzenlosen Freiheit des VanLife wird immer dann abrupt eingebremst, wenn der Fäkalientank unbarmherzig nach seiner Entleerung verlangt. Zwei maximal drei Tage „freies Leben“ passen in das weniger als zwanzig Liter fassende Reservoir. Anschließend bestimmt die Sucherei nach einer Entsorgungsstation den weiteren Reiseverlauf. Eine Trockentrenntoilette soll uns nun künftig, nicht nur die ersehnte Unabhängigkeit sichern, sondern – durch den Verzicht auf Chemie – auch das ökologische Bewusstsein stärken.

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Der Gefährte

Die ersten zwei Jahre oder „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“)

„Wie heißt denn eigentlich euer Reisemobil?“ Die Frage unserer Stellplatznachbarn trifft uns vollkommen unvorbereitet. Unser Kastenwagen hat keinen Namen, nur eine Typenbezeichnung: Ducato oder Dexter. Wir haben bislang nicht die Notwendigkeit erkannt, einen individuellen Namen zu vergeben. Audrey Hepburn ruft in dem Filmklassiker „Frühstück bei Tiffany“ ihr Haustier doch auch nur „Kater“. Ein untauglicher Versuch der Rechtfertigung. Die Reaktion ist ebenso eindeutig wie anklagend:  „Jedes Wohnmobil braucht einen Namen!“ Jetzt fühlen wir uns schuldig.

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Der kleine Bruder

Ein unbekannter See im Schatten des Lago Maggiore

Ortasee, wo soll der denn sein? Niemand scheint den kleinen See zu kennen. Den benachbarten Lago Maggiore hingegen kennt jeder. Mit seinen zweihundert Quadratkilometern Wasserfläche ist der ja schließlich auch zehnmal so groß. Und dennoch lohnt es sich, die etwas aufwändigere Anreise auf sich zu nehmen, um einen der wenigen „echten Geheimtips“ im Norden Italiens zu entdecken. Der Lago d´Orta wartet im Schatten des „großen Bruders“ geduldig darauf, was der noch für ihn übrig lässt.

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