Im „Garten Frankreichs“

Mit dem Reisemobil unterwegs an der Loire

Gesperrt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen – das Verkehrszeichen ist eindeutig. Mit unserem Reisemobil liegen wir glücklicherweise unterhalb dieser Grenze und dürfen die D 925 befahren. Alles andere wäre auch schade gewesen, denn gerade hier, direkt am Flussufer, ist der Charme des „Garten Frankreichs“, wie das Loire-Tal auch genannt wird, am besten zu erspüren. Wir sind unterwegs, entlang der unteren Loire, um eine Auswahl an Renaissance – Schlössern, einen launischen Strom und die exquisiten Weißweine kennenzulernen.

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Die Spur des kleinen Kaisers

Mit dem Reisemobil unterwegs auf der Route Napoleon

Am ersten März 1815 landete Napoleon mit rund 1.000 Getreuen in Golfe-Juan nahe der südfranzösischen Stadt Cannes. Zwei Tage zuvor hatte er seinen Verbannungsort auf der Mittelmeerinsel Elba verlassen, um in Paris die Macht zurückzuerobern. Seine letzte Regentschaft sollte jedoch nur einhundert Tage dauern und mit der verlorenen Schlacht bei Waterloo enden.

Die Marschroute auf der Napoleon seinerzeit die 335 Kilometer bis Grenoble in nur sieben Tagen bewältigte, entspricht heute weitgehend dem Verlauf der Route National 85. Wir sind dem kleinen Kaiser ausgesprochen dankbar, denn der Weg, den er damals aus taktischen Gründen wählte, führt uns durch eine der abwechslungsreichsten und aufregendsten Landschaften im südlichen Frankreich.

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Das felsige Ende Frankreichs

Erste Reisemobilerfahrung in der Bretagne

Wie war das noch gleich? Dreht man das Absperrventil an den Gasflaschen nach links oder nach rechts, um es zu öffnen? Die Einweisung des Reisemobil-Vermieters war ja wirklich umfassend, aber kein durchschnittlich begabter Mensch kann diese Informationsflut vollständig und dauerhaft verarbeiten. Ein Blick in die Bedienungsanleitung verschafft Klarheit – nach links.

Wir haben uns für eine Bretagne-Rundfahrt ein Reisemobil gemietet. Viele Bekannte haben uns mit leuchtenden Augen von dieser Art des Reisens vorgeschwärmt. Man sei so unabhängig, könne spontan entscheiden zu bleiben oder weiterzufahren, hätte immer alles Notwendige dabei und müsse deshalb nicht täglich Koffer packen. Darüber hinaus spare man jede Menge Übernachtungskosten. Gepriesen werden immer nur die mannigfaltigen Vorzüge. Nachteile scheint es nicht zu geben. Jetzt wollen wir uns selbst ein Bild von dieser Reisefreiheit machen und die Bretagne scheint uns das geeignete Revier dafür.

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Das Grüne Rauschen

Durch die mystischen Wälder im Nationalpark Sumava

Ich lausche angestrengt, wende den Kopf und lausche erneut. Nein, da ist wirklich nichts. Nicht ein einziges Geräusch, das mit Zivilisation in Verbindung gebracht werden könnte. Nur dieses fast monumentale Rauschen ist zu hören. Der Wind, der aus allen Richtungen zu kommen scheint, verfängt sich in den hohen Bäumen und fordert sie zu einem lasziven Tanz. Das Auge sucht Halt in einem Meer aus Grün, dessen Schattierungen sich mit dem wechselnden Licht immer wieder verändern. Ein Gefühl der Abgeschiedenheit stellt sich ein, das fast ein wenig beängstigend ist.

Kaum zu glauben, dass ich mir nur vier Tage zuvor im Passauer Hauptbahnhof meinen Weg durch Massen von Fahrradtouristen bahnen musste. Durch einen infernalischen Straßenverkehr und vorbei an zahlreichen Flusskreuzfahrtschiffen, die, einer Invasionsflotte gleich, auf ihren Einsatz warteten, suchte ich den Einstieg in den wohl am meisten befahrenen Fernradweg Europas, den Donau-Radweg. Meine Absicht war es jedoch nicht, den längsten Strom Europas auf seinem Weg in Richtung Wien, Bratislava oder Budapest zu begleiten. Ich wollte das für den Radwanderer hierzulande noch weitgehend Unbekannte entdecken. Mein Ziel war der Nationalpark Sumava im tschechischen Böhmerwald.

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