„Robinson-Feeling“ an der Silberküste

Die endlosen Sandstrände an der französischen Côte d´Argent

Gibt es in unseren Breiten noch menschenleere Küsten? Strände, an denen kilometerlange Spaziergänge ein Genuss sind, ohne den sonst üblichen Slalom zwischen Sandburgen und Liegestühlen. Wo sich die Sinne nur an der salzigen Luft, dem Rauschen der Meeresbrandung und dem fernen Horizont ausrichten können. Wo nur eine Muschel, ein Stück Treibholz oder eine flüchtende Krabbe um Aufmerksamkeit buhlt. Gibt es all das in erfahrbarer Nähe oder lässt sich dieser Traum nur noch auf fernen Kontinenten realisieren? Eher skeptisch als zuversichtlich machen wir uns auf die Suche.

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Im Tal der Nüsse

Mit dem Camper entlang der Dordogne

Perigord, Dordogne, Auvergne, Zentralmassiv – all diese klangvollen Namen waren mir wohl bekannt. Weit weniger wusste ich über deren räumliche Lage oder politische Zuordnung. Ein kleiner geografischer Exkurs hilft bei der Orientierung.

Ziemlich in der Mitte Frankreichs liegt die ehemalige Region Auvergne (heute Auvergne-Rhône-Alpes) mit den alles überragenden Gipfeln des vulkanischen Zentralmassiv. Fans der Comic-Helden „Asterix und Obelix“ dürfte die Region bekannt sein, hat doch hier der berühmte Gallier-Fürst Vercingetorix auf dem Schlachtfeld von Gergovia (bei Clermont-Ferrand), den römischen Eroberern unter Gajus Julius Cäsars, erfolgreich Widerstand geleistet. Zahlreiche Flüsse graben sich unterhalb der Vulkane ans Tageslicht. Der Prominenteste unter ihnen ist sicherlich die Loire, die sich von hier aus auf ihre lange Reise in Richtung Norden macht. Wir hingegen begleiten die kleinere Dordogne auf windungsreichen 500 Kilometern durch schroffe Gebirge, liebliche Landschaften und vorbei an mittelalterlichen Städtchen, bis zu ihrer Mündung nahe Bordeaux.

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Unternehmen Reißverschluss

Mit dem Fahrrad entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Teil 1:  Von der Ostsee bis zum Harz

Als Kind des „Kalten Krieges“ bin ich mit dieser menschenverachtenden Grenze aufgewachsen. „Antikapitalistischer Schutzwall“ wurde sie drüben genannt. Hierzulande wurde die Bezeichnung „Eiserner Vorhang“ geprägt. Egal unter welchem Namen, diese Grenze trennte Ost und West, Kapitalismus und Sozialismus, NATO und Warschauer Pakt. Aber in erster Linie teilte sie ein Land, trennte Landsleute und Familien. Was hinter der Grenze war, das kannte ich nur von der Transitstrecke nach Berlin oder aus Presse und Erzählung. Aber ich will ehrlich sein. Auch nach der „Wende“ habe ich meine Ressentiments und Vorurteile weiter gepflegt. So zum Beispiel das Bild, der den Osten Deutschlands dominierenden Plattenbauten und das der mausgrauen Häuserfassaden. Wartburg, Multicar und Simson beherrschen angeblich das Verkehrsgeschehen und die Mehrheit der Frauen soll auf den Namen Mandy hören. Fast dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung habe ich mich nun auf den Weg gemacht, diesen Riss zu schließen.

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Lavendel-Träume

Mit dem Reisemobil durch die stille Provence

Die Provence – vor dem geistigen Auge entsteht ein Bild. Es ist geprägt von den tiefblauen Lavendelfeldern im Luberon, den meist überfüllten Stränden der Côte d´Azur, von den geschichts- und kulturträchtigen Touristen-Hochburgen Avignon oder Arles und vielleicht noch durch den Filmklassiker „La Piscine“ (dt. „Der Swimmingpool“) mit Romy Schneider und Alain Delon. Für denjenigen, der ein wenig Ruhe und Abgeschiedenheit in landschaftlich reizvoller Umgebung sucht, scheint die wohl bekannteste Ferienregion Frankreichs nicht die erste Wahl zu sein. Und doch sitze ich nun hier unter einer riesigen Schirm-Pinie bei einem Glas kühlen Rosé und schaue in eine scheinbar unberührte Landschaft. Ich kann es kaum fassen – ja,  auch das ist die Provence.

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Auf der Fährte des Robert Louis Stevenson

Mit dem Reisemobil durch den Nationalpark Cevennen

Der kleine Stand auf der Tourismus-Messe wirkt zwischen den großen Ausstellern etwas verloren. Provence, Côte d´Azur, Bretagne, damit können die meisten Urlauber etwas anfangen. Aber Lozère – noch nie gehört. Wo soll das sein? Neugierig treten wir näher und erfahren mehr über das kleine Department im Süden Frankreichs, einen Steinwurf nur von der Mittelmeerküste entfernt, mit der landesweit geringsten Bevölkerungsdichte und einer urwüchsigen Landschaft. Also genau das, was wir suchen.

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