Im Rotwein-Ländle

Ein Ausflug in Deutschlands größte Rotweinlandschaft

Der Mensch vergisst die Sorgen aus dem Geiste, der Frühling aber blüht, und prächtig ist das meiste,

So beginnt Friedrich Hölderlin (1770 – 1843) eines seiner Frühlingsgedichte. Ob der Dichter dabei seine Heimat, das Zabergäu, im Blick hatte, ist nicht überliefert.

Wir wollen das erste schöne Wochenende in diesem Jahr als Auftakt zur diesjährigen Reisemobilsaison nutzen und die „Schwäbische Toskana“ besuchen.

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„Robinson-Feeling“ an der Silberküste

Die endlosen Sandstrände an der französischen Côte d´Argent

Gibt es in unseren Breiten noch menschenleere Küsten? Strände, an denen kilometerlange Spaziergänge ein Genuss sind, ohne den sonst üblichen Slalom zwischen Sandburgen und Liegestühlen. Wo sich die Sinne nur an der salzigen Luft, dem Rauschen der Meeresbrandung und dem fernen Horizont ausrichten können. Wo nur eine Muschel, ein Stück Treibholz oder eine flüchtende Krabbe um Aufmerksamkeit buhlt. Gibt es all das in erfahrbarer Nähe oder lässt sich dieser Traum nur noch auf fernen Kontinenten realisieren? Eher skeptisch als zuversichtlich machen wir uns auf die Suche.

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Im Tal der Nüsse

Mit dem Camper entlang der Dordogne

Perigord, Dordogne, Auvergne, Zentralmassiv – all diese klangvollen Namen waren mir wohl bekannt. Weit weniger wusste ich über deren räumliche Lage oder politische Zuordnung. Ein kleiner geografischer Exkurs hilft bei der Orientierung.

Ziemlich in der Mitte Frankreichs liegt die ehemalige Region Auvergne (heute Auvergne-Rhône-Alpes) mit den alles überragenden Gipfeln des vulkanischen Zentralmassiv. Fans der Comic-Helden „Asterix und Obelix“ dürfte die Region bekannt sein, hat doch hier der berühmte Gallier-Fürst Vercingetorix auf dem Schlachtfeld von Gergovia (bei Clermont-Ferrand), den römischen Eroberern unter Gajus Julius Cäsars, erfolgreich Widerstand geleistet. Zahlreiche Flüsse graben sich unterhalb der Vulkane ans Tageslicht. Der Prominenteste unter ihnen ist sicherlich die Loire, die sich von hier aus auf ihre lange Reise in Richtung Norden macht. Wir hingegen begleiten die kleinere Dordogne auf windungsreichen 500 Kilometern durch schroffe Gebirge, liebliche Landschaften und vorbei an mittelalterlichen Städtchen, bis zu ihrer Mündung nahe Bordeaux.

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Lavendel-Träume

Mit dem Reisemobil durch die stille Provence

Die Provence – vor dem geistigen Auge entsteht ein Bild. Es ist geprägt von den tiefblauen Lavendelfeldern im Luberon, den meist überfüllten Stränden der Côte d´Azur, von den geschichts- und kulturträchtigen Touristen-Hochburgen Avignon oder Arles und vielleicht noch durch den Filmklassiker „La Piscine“ (dt. „Der Swimmingpool“) mit Romy Schneider und Alain Delon. Für denjenigen, der ein wenig Ruhe und Abgeschiedenheit in landschaftlich reizvoller Umgebung sucht, scheint die wohl bekannteste Ferienregion Frankreichs nicht die erste Wahl zu sein. Und doch sitze ich nun hier unter einer riesigen Schirm-Pinie bei einem Glas kühlen Rosé und schaue in eine scheinbar unberührte Landschaft. Ich kann es kaum fassen – ja,  auch das ist die Provence.

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Auf der Fährte des Robert Louis Stevenson

Mit dem Reisemobil durch den Nationalpark Cevennen

Der kleine Stand auf der Tourismus-Messe wirkt zwischen den großen Ausstellern etwas verloren. Provence, Côte d´Azur, Bretagne, damit können die meisten Urlauber etwas anfangen. Aber Lozère – noch nie gehört. Wo soll das sein? Neugierig treten wir näher und erfahren mehr über das kleine Department im Süden Frankreichs, einen Steinwurf nur von der Mittelmeerküste entfernt, mit der landesweit geringsten Bevölkerungsdichte und einer urwüchsigen Landschaft. Also genau das, was wir suchen.

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Im „Garten Frankreichs“

Mit dem Reisemobil unterwegs an der Loire

Gesperrt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen – das Verkehrszeichen ist eindeutig. Mit unserem Reisemobil liegen wir glücklicherweise unterhalb dieser Grenze und dürfen die D 925 befahren. Alles andere wäre auch schade gewesen, denn gerade hier, direkt am Flussufer, ist der Charme des „Garten Frankreichs“, wie das Loire-Tal auch genannt wird, am besten zu erspüren. Wir sind unterwegs, entlang der unteren Loire, um eine Auswahl an Renaissance – Schlössern, einen launischen Strom und die exquisiten Weißweine kennenzulernen.

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Die Spur des kleinen Kaisers

Mit dem Reisemobil unterwegs auf der Route Napoleon

Am ersten März 1815 landete Napoleon mit rund 1.000 Getreuen in Golfe-Juan nahe der südfranzösischen Stadt Cannes. Zwei Tage zuvor hatte er seinen Verbannungsort auf der Mittelmeerinsel Elba verlassen, um in Paris die Macht zurückzuerobern. Seine letzte Regentschaft sollte jedoch nur einhundert Tage dauern und mit der verlorenen Schlacht bei Waterloo enden.

Die Marschroute auf der Napoleon seinerzeit die 335 Kilometer bis Grenoble in nur sieben Tagen bewältigte, entspricht heute weitgehend dem Verlauf der Route National 85. Wir sind dem kleinen Kaiser ausgesprochen dankbar, denn der Weg, den er damals aus taktischen Gründen wählte, führt uns durch eine der abwechslungsreichsten und aufregendsten Landschaften im südlichen Frankreich.

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