Lavendel-Träume

Mit dem Reisemobil durch die stille Provence

Die Provence – vor dem geistigen Auge entsteht ein Bild. Es ist geprägt von den tiefblauen Lavendelfeldern im Luberon, den meist überfüllten Stränden der Côte d´Azur, von den geschichts- und kulturträchtigen Touristen-Hochburgen Avignon oder Arles und vielleicht noch durch den Filmklassiker „La Piscine“ (dt. „Der Swimmingpool“) mit Romy Schneider und Alain Delon. Für denjenigen, der ein wenig Ruhe und Abgeschiedenheit in landschaftlich reizvoller Umgebung sucht, scheint die wohl bekannteste Ferienregion Frankreichs nicht die erste Wahl zu sein. Und doch sitze ich nun hier unter einer riesigen Schirm-Pinie bei einem Glas kühlen Rosé und schaue in eine scheinbar unberührte Landschaft. Ich kann es kaum fassen – ja,  auch das ist die Provence.

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Auf der Fährte des Robert Louis Stevenson

Mit dem Reisemobil durch den Nationalpark Cevennen

Der kleine Stand auf der Tourismus-Messe wirkt zwischen den großen Ausstellern etwas verloren. Provence, Côte d´Azur, Bretagne, damit können die meisten Urlauber etwas anfangen. Aber Lozère – noch nie gehört. Wo soll das sein? Neugierig treten wir näher und erfahren mehr über das kleine Department im Süden Frankreichs, einen Steinwurf nur von der Mittelmeerküste entfernt, mit der landesweit geringsten Bevölkerungsdichte und einer urwüchsigen Landschaft. Also genau das, was wir suchen.

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Im „Garten Frankreichs“

Mit dem Reisemobil unterwegs an der Loire

Gesperrt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen – das Verkehrszeichen ist eindeutig. Mit unserem Reisemobil liegen wir glücklicherweise unterhalb dieser Grenze und dürfen die D 925 befahren. Alles andere wäre auch schade gewesen, denn gerade hier, direkt am Flussufer, ist der Charme des „Garten Frankreichs“, wie das Loire-Tal auch genannt wird, am besten zu erspüren. Wir sind unterwegs, entlang der unteren Loire, um eine Auswahlen an Renaissance – Schlössern, einen launischen Strom und die exquisiten Weißweine kennenzulernen.

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Die Spur des kleinen Kaisers

Mit dem Reisemobil unterwegs auf der Route Napoleon

Am ersten März 1815 landete Napoleon mit rund 1.000 Getreuen in Golfe-Juan nahe der südfranzösischen Stadt Cannes. Zwei Tage zuvor hatte er seinen Verbannungsort auf der Mittelmeerinsel Elba verlassen, um in Paris die Macht zurückzuerobern. Seine letzte Regentschaft sollte jedoch nur einhundert Tage dauern und mit der verlorenen Schlacht bei Waterloo enden.

Die Marschroute auf der Napoleon seinerzeit die 335 Kilometer bis Grenoble in nur sieben Tagen bewältigte, entspricht heute weitgehend dem Verlauf der Route National 85. Wir sind dem kleinen Kaiser ausgesprochen dankbar, denn der Weg, den er damals aus taktischen Gründen wählte, führt uns durch eine der abwechslungsreichsten und aufregendsten Landschaften im südlichen Frankreich.

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Das felsige Ende Frankreichs

Erste Reisemobilerfahrung in der Bretagne

Wie war das noch gleich? Dreht man das Absperrventil an den Gasflaschen nach links oder nach rechts, um es zu öffnen? Die Einweisung des Reisemobil-Vermieters war ja wirklich umfassend, aber kein durchschnittlich begabter Mensch kann diese Informationsflut vollständig und dauerhaft verarbeiten. Ein Blick in die Bedienungsanleitung verschafft Klarheit – nach links.

Wir haben uns für eine Bretagne-Rundfahrt ein Reisemobil gemietet. Viele Bekannte haben uns mit leuchtenden Augen von dieser Art des Reisens vorgeschwärmt. Man sei so unabhängig, könne spontan entscheiden zu bleiben oder weiterzufahren, hätte immer alles Notwendige dabei und müsse deshalb nicht täglich Koffer packen. Darüber hinaus spare man jede Menge Übernachtungskosten. Gepriesen werden immer nur die mannigfaltigen Vorzüge. Nachteile scheint es nicht zu geben. Jetzt wollen wir uns selbst ein Bild von dieser Reisefreiheit machen und die Bretagne scheint uns das geeignete Revier dafür.

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