Die Spur des Wassers

Entlang der Neisse und Oder bis zur Ostsee

Wasser ist auf dieser Reise das bestimmende Element. Flüsse, Seen, das Meer und leider auch der Regen sind treue Weggefährten auf einer Route, die durch ein uns unbekanntes Land führt. Uns lockt der äußerste Osten Deutschlands, eine Region in der das Land und einige Städte durch die jüngsten Grenzziehungen nach dem zweiten Weltkrieg geteilt worden sind. Die Flüsse Neisse und Oder, die sich einst ihren Weg durch die Landschaften Schlesiens und Pommerns bahnten, formen heute die Grenze zum Nachbarland Polen. Sie trennen Städte wie Görlitz, Guben oder Frankfurt von den ehemals am Ostufer gelegenen Stadtteilen. Wir begegnen Menschen, die sich damit nicht abfinden wollen und solchen, die sich bemühen diesen Riss zu flicken. Wir sind neugierig auf eine Region, die sich uns „Wessis“ noch nicht als Urlaubs- und Reiseziel erschlossen hat.

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Mehr Autarkie wagen

Einbau einer Trockentrenntoilette

Der Traum von der grenzenlosen Freiheit des VanLife wird immer dann abrupt eingebremst, wenn der Fäkalientank unbarmherzig nach seiner Entleerung verlangt. Zwei maximal drei Tage „freies Leben“ passen in das weniger als zwanzig Liter fassende Reservoir. Anschließend bestimmt die Sucherei nach einer Entsorgungsstation den weiteren Reiseverlauf. Eine Trockentrenntoilette soll uns nun künftig, nicht nur die ersehnte Unabhängigkeit sichern, sondern – durch den Verzicht auf Chemie – auch das ökologische Bewusstsein stärken.

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Der Gefährte

Die ersten zwei Jahre oder „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“)

„Wie heißt denn eigentlich euer Reisemobil?“ Die Frage unserer Stellplatznachbarn trifft uns vollkommen unvorbereitet. Unser Kastenwagen hat keinen Namen, nur eine Typenbezeichnung: Ducato oder Dexter. Wir haben bislang nicht die Notwendigkeit erkannt, einen individuellen Namen zu vergeben. Audrey Hepburn ruft in dem Filmklassiker „Frühstück bei Tiffany“ ihr Haustier doch auch nur „Kater“. Ein untauglicher Versuch der Rechtfertigung. Die Reaktion ist ebenso eindeutig wie anklagend:  „Jedes Wohnmobil braucht einen Namen!“ Jetzt fühlen wir uns schuldig.

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Mein Weg

Zu Fuß und mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg – ein Tagebuch

Teil 3: Das Galizische Finale

Zu Beginn der Pilgerschaft erschien mir die zu bewältigende Distanz unendlich weit und über die Zeit, die ich dafür brauchen würde, wagte ich noch nicht einmal eine Schätzung. Jetzt mit dem letzten großen Anstieg und dem Übergang in die Region Galizien, wird langsam zur Gewissheit, dass sich meine Reise dem Ende nähert.

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Mein Weg

Zu Fuß und mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg – ein Tagebuch

Teil 2: Durch die kastilische Hochebene, die „Meseta“

Nach dem hektischen Treiben in Burgos sehne ich mich wieder nach etwas mehr Ruhe. Da passt es wunderbar, dass mich nur wenige Kilometer von der Stadtgrenze entfernt, die Meseta erwartet. Einhundertachtzig Kilometer bis nach León nur nahezu baumlose, karge Ödnis. Der Charme der kastilischen Hochebene ist eher speziell und erschließt sich nicht jedem. Ich will mich aber darauf einlassen.

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